Abrasio/Saugkürettage
(Gebärmutterausschabung/Absaugung)

Diagnostik und Therapie bei Blutungsstörungen bzw. bei gestörter Schwangerschaft .

Diagnostische Abrasiones (Ausschabungen) werden bei bestimmten Blutungsstörungen, insbesondere Blutungen nach den Wechseljahren, und/oder sonographischen Auffälligkeiten des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) wie Hyperplasie (Wucherung) oder Polypen durchgeführt. Das durch die Ausschabung bzw. Absaugung entfernte Gewebe wird feingeweblich (histologisch) genauestens untersucht, speziell auch auf Hinweise für Malignität (Bösartigkeit). In vielen Fällen wird mit einer Abrasio z.B. durch die Entfernung von Polypen auch gleichzeitig ein therapeutischer Effekt erreicht.

Bei gestörten Schwangerschaften (Aborten) wie fehlangelegten, abgestorbenen und unvollständig abgestoßenen Schwangerschaften wird das Gewebe aus der Gebärmutter durch eine Saugkürettage entfernt. Auch dieses Gewebe wird histologisch untersucht, um Wucherungen (Blasenmole) und bei unklaren Ultraschallbefunden eine Extrauteringravidität (Sitz der Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) auszuschließen. In bestimmten Fällen (wiederholte Aborte, genetische Belastung etc.) kann an dem Gewebe auch eine genetische Untersuchung auf chromosomale Störungen durchgeführt werden.

Der Eingriff erfolgt in aller Regel in einer kurzen Vollnarkose (10-20 Minuten). Der Gebärmutterhals muss je nach Befund auf 8-14 mm dilatiert (aufgedehnt) werden, um mit dem entsprechenden Instrument (Kürette, Saugkürette) in die Gebärmutterhöhle gelangen zu können. Besonders bei Schwangerschaften kann es v.a. bei Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, sinnvoll sein, den Gebärmutterhals medikamentös durch Gabe von Prostaglandinen auf die Dilatation vorzubereiten.

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