Diagnostische Laparoskopie
(Bauchspiegelung)

Eine diagnostische Laparoskopie wird vor allem bei unklarer Schmerzsymptomatik z.B. bei Verdacht auf Verwachsungen oder Endometriose und unerfülltem Kinderwunsch zur Beurteilung der Eileiterfunktion durchgeführt. Die Durchgängigkeit der Eileiter kann durch Einspritzen eines Farbstoffs durch den Gebärmutterhals geprüft werden.

Bei der Laparoskopie wird nach Insufflation von Kohlendioxyd (CO2) mit Hilfe einer speziellen Nadel (Verres-Nadel) zur Entfaltung der vorderen Bauchwand und Erleichterung der Übersicht durch einen kleinen Schnitt unterhalb des Nabels eine Optik (Laparoskop) in den Bauchraum eingeführt. Durch ein starkes Kaltlicht wird über das Laparoskop die Bauchhöhle ausgeleuchtet. Das in alle Richtungen bewegliche Laparoskop erlaubt die Bauchorgane zu überblicken. Die Übersicht ist z.T. besser als die des vollständig eröffneten Bauchraums (Laparotomie). Bei einer Laparoskopie kann auch eine Sterilisation erfolgen. In diesem Fall werden die Eileiter mit Hilfe einer elektrischen Zange, die durch einen zweiten Einstich unmittelbar oberhalb des Schambeins eingeführt wird, durch eine bipolare Koagulation (elektrisches Verschweißen) auf einer Länge von ca. 2 cm verschlossen. Die Kosten für eine Sterilisation werden von den Krankenkassen nur noch bei medizinischer Notwendigkeit übernommen.

Praxis Dr. Reinhard Kirchmayr | Neue Straße 115 | 89073 Ulm | Telefon (07 31) 23 24 2 | Fax (07 31) 24 95 2